Merkur-Sonne lacht Pro7 Zuschauer an

Gauselmann Pro7 Werbung mit der SonneWer kennt die lachende Sonne nicht: Das Aushängeschild der Merkur Spielotheken Gruppe lacht seit einiger Zeit die Zuschauer der Pro7 Gruppe an und wünscht ihnen eine gute Nacht. Einflussnahme oder doch nur eine erlaubte Werbeschaltung?

Im Zentrum der Diskussion steht dabei der Verdacht, das der von Paul Gauselmann angeführte Spielautomatenhersteller Merkur mit dieser Werbeschaltung das Verbot für Glücksspiel-Offerten im TV umgeht. Der Spot ist nur von kurzer Dauer und zeigt die bekannte Merkur Sonne, welche dem TV-Zuschauer eine „Gute Nacht“ wünscht. Jeglicher Hinweis auf Spielotheken oder Glücksspiel fehlt dabei zwar völlig. Doch die Behörden werten schon die Verwendung des bekannten Symbols als wahrscheinlichen Verstoß.

Reine Imagekampagne

Laut Glücksspielstaatsvertrag ist es den deutschen TV-Sendern verboten, für Glücksspiele jeder Art zu werben. Damit dürfte der Fall soweit klar sein. Das jedoch der Spot keinen Hinweis auf eben diese Spiele enthalte, sei an ihm nichts auszusetzen. Laut der Gauselmann-Gruppe handelt es sich bei der Werbeaktion lediglich um eine Imagekampagne, nicht um die Bewerbung des eigenen Glücksspielangebotes.

Ob Schaltungen dieser Art in Zukunft unterbunden werden, bleibt abzuwarten. Denn die Merkur-Gruppe betätigt sich nicht zum ersten Mal in dieser Richtung. So wurden schon in der Vergangenheit zahlreiche Produktionen des Entertainers Stefan Raab von ihr gesponsert. Auch dies blieb letztlich ohne Konsequenzen.


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Hartz 4: Ab in die Spielothek!

Neuer Monat, neues Pech. Wir haben den 1. August und da heißt es für viele Hartzer einmal mehr: Auf in die Spielo! Gerade die Schwächsten der Gesellschaft, verballern so viel Geld in kurzer Zeit. Am Ende steht oftmals ein karger Monat.

Das soll natürlich keinesfalls ein Generalangriff auf alle Bezieher des Arbeitslosengelds II („Hartz 4“) sein. Trotzdem erleben versierte Spielhallenbeobachter Monat für Monat dasselbe Phänomen. Kaum ist die Stütze da, so wird sie auch schon landauf, landab in die Spielhallen der Nation getragen. Die florierende und immer weiter ausufernde Anzahl von Spielotheken macht es den Zockern einfach.

Mangelnde Kontrolle

Die Kontroversen rund um das leidige Thema „Spielhalle“ treffen auch hier zu. Zweifelsohne bietet die lockere Kontrolle bzw. der nicht vorhandene Spielerschutz ein enormes Potential für die Betreiber solcher Angebote. Gespielt werden kann nahezu rund um die Uhr, an mehreren Automaten gleichzeitig und mit beliebigen Einsätzen. Und wer einmal von der Spielsucht gepackt wird, hat es unter diesen Bedingungen auch nicht unbedingt einfacher.

Wer gar von Hartz 4 leben muss, den trifft es doppelt schwer. Denn zum einen lässt das knappe monatliche Budget auch so schon keine großen Sprünge zu. Zum anderen verlieren viele Hartzer ihre knapp 360€ meist schon auf einen Schlag. Freilich: Auch Gewinner gibt es in Spielos. Aber wer heute mit 100€ die Halle verlässt, kehrt meist innerhalb von wenigen Tagen wieder und verballert auch noch den letzten Cent.

Fazit: Beim staatlichen Lottomonopol, in Spielbanken, ja sogar in den meisten Online-Casinos kann der Spielerschutz heute effektiv geleistet werden. Doch Spielotheken sind noch immer frei von jeglichen Zwängen und stürzen viele Süchtige in den Abgrund. Mehr Kontrolle wäre dringend anzuraten!

Geldspielgeräte sind auch weiterhin im Trend

Auch im Jahr 2012 setzte sich der stetig anhaltende Boom der Geldspielgeräte fort. Die schillernden Unterhaltungsmaschinen leuchten 2012 in deutlich mehr Gaststätten, Spielhallen und Rasthöfen als noch in 2011.

Kommunen wollen Spielhallen-Boom begrenzen

Seit Einführung der neuen Glücksspielverordnung vor einigen Jahren explodierte die Anzahl an Spielgeräten förmlich. Die alten, meist noch mechanischen Automaten wurden durch eine neue Generation von Videoslots abgelöst.

Merkur und Novomatic stellen heute den Hauptteil der Automaten. Und dessen Anzahl ist in 2012 auf stolze 265.000 Automaten angestiegen. So berichtet vergangene Woche der Spiegel und beruft sich damit auf ein Gutachten des ifo-Instituts in München. Im Vorjahr 2011 lag die Zahl demnach noch bei 262.000 Geräten, im Jahr 2005 waren sogar erst 183.000 Automaten in Deutschland aufgestellt. Die Zahlen verwundern nicht wenn man bedenkt, dass mit dieser Art des Glücksspiels im vergangen Jahr knapp 4,4 Milliarden Euro umgesetzt wurde.

Aus Berlin vernimmt man zwar Rufe nach einer strengeren Regulierung der Geldspielgeräte. Ob die angekündigte Reduzierung der Anzahl auf maximal 1 Gerät pro Gaststätte sinnvoll ist, bleibt abzuwarten. Erfahrungsgemäß sind auch Gewerbetreibende nicht von gestern und erhöhen die Anzahl bspw. durch Anmietung neuer Geschäftsräume. Denn ist ein separater Eingang vorhanden, gilt die Räumlichkeit als neue Spielothek und den Umsatzsteigerungen ist dann wenig entgegen zu setzen.

Unser Kommentar: So lange sprudelnde Einnahmen die öffentliche Hand frohlocken lassen, wird sich da wenig tun. Schaden wird eine solche Politik vor allem den großen Spielbanken: So hatte der Westspiel Standort Hohensyburg in den vergangen Jahren mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen, obgleich dort die Spielerkontrolle wesentlich effektiver gestaltet wird.

Aber auch neue Spielangebote im Internet sind eine immer größer werdende Konkurrenz. Obwohl auch dort – im Gegensatz zu stationären Spielotheken – heutzutage Selbstsperren problemlos möglich sind.