Die rechtliche Situation zum Thema Online Glücksspiel in Europa und den USA

Angebote und Durchführungen von Glücksspielen sind heut zu Tage in den meisten Ländern gesetzlich geregelt. Diese Gesetze wurden jedoch meist für landbasierte Spielbanken, aber nicht für virtuelle Casinos, entwickelt. Die Praxis der staatlichen Konzessionierung von Betreibern, die im Internet kaum zu überwachen ist, stellt das Hauptproblem dar.

Wie schaut die rechtliche Situation bei Glücksspielen aus?

In etwa 2.000 Online Casinos bieten weltweit ihre Dienste an. Bevor man ein Online Casino besucht, sollte man sich daher auf Portalen wie Casino News oder Casino Test über die Gesetzgebung im jeweiligen Land informieren.

In der Regel hat ein Spieler im Web uneingeschränkten Zugriff auf Casino-Anbieter, die im jeweiligen Land über eine Zulassung verfügen. Für Kunden aus Deutschland wäre es somit kein Problem in einem beispielsweise irischen Online Casino zu spielen, wenn das virtuelle Casino zwar in Irland, jedoch nicht in Deutschland zugelassen ist. Doch viele Spieler werden sich jetzt fragen, “spiele ich dann eigentlich legal?” Aufgrund des technischen Aufwands ist eine effektive Kontrolle zwar kaum möglich, man sollte als  Spieler jedoch immer, die nicht eindeutige, Gesetzeslage im Auge behalten.

Nur wer in Deutschland eine staatliche Lizenz besitzt, darf auch Glücksspiele anbieten, genauso darf in Deutschland nur in konzessionierten Spielstätten gespielt werden. Zuwiderhandlungen werden in der Regel mit hohen Geld- oder Freiheitsstrafen bestraft. Ob auch ein Gesetzesverstoß vorliegt wenn man im Web bei einem im Ausland konzessionierten Anbieter spielt, ist derzeit rechtlich nicht eindeutig geklärt. Eine europaweite oder internationale Regelung wäre dafür notwendig. Seit dem so genannten Gambelli-Urteil gibt es Ansätze zu einer europaweiten Angleichung der Rechtslage.

Dieses Urteil bestimmt, das Betreiber die in einem EU-Land eine gültige Lizenz besitzen, ihre Glücksspiele auch in anderen EU-Ländern anbieten darf, wenn das Land dadurch nicht seine eigenen Interessen gefährdet. Somit hält Deutschland und auch die übrigen europäischen Länder weiterhin an einer nationalen Rechtspraxis fest und es ist bisher zu keiner europaweiten Liberalisierung des Online Glücksspielmarktes gekommen. Allerdings wurde das Wachstum des Online Glücksspielmarktes durch die unsichere Rechtslage kaum beeinträchtigt.

Noch restriktiver, jedoch ähnlich und undeutlich ist die Rechtslage für Online Glücksspiel in den USA. Auf bundesstaatlicher Ebene werden dort die Lizenzen für landbasierte Spielstätten vergeben. Seit 1961 verbietet ein nationales Gesetz die telefonische Annahme von Wetten. Jeder Amerikaner müsste also theoretisch persönlich ein lizenziertes Casino aufsuchen, um an legalem Glücksspiel teilnehmen zu können. Ob das Telefonverbot auch für Online Gambling angewendet werden darf ist rechtlich umstritten. Bislang sind Gesetzesinitiativen für ein komplettes Verbot jeglicher Glücksspiele im Internet gescheitert.

Durch den von der Politik ausgeübten Druck haben jedoch viele Finanzdienstleister die Zusammenarbeit mit Online Glücksspielanbietern gekündigt. Auch viele Internetportale und Suchmaschinen stellten die Werbung für Glücksspiele ein. Finanzdienstleistern ist es außerdem seit 2006 untersagt, im Zusammenhang mit Online Gambling Transaktionen durchzuführen. Es ist jedoch trotz der restriktiven Gesetzgebung nicht gelungen, den Glücksspielmarkt im Web auszutrocknen. Die meisten Betreiber und Spieler von Online Casinos sind nach wie vor US-Amerikaner.