Hartz 4: Ab in die Spielothek!

Neuer Monat, neues Pech. Wir haben den 1. August und da heißt es für viele Hartzer einmal mehr: Auf in die Spielo! Gerade die Schwächsten der Gesellschaft, verballern so viel Geld in kurzer Zeit. Am Ende steht oftmals ein karger Monat.

Das soll natürlich keinesfalls ein Generalangriff auf alle Bezieher des Arbeitslosengelds II („Hartz 4“) sein. Trotzdem erleben versierte Spielhallenbeobachter Monat für Monat dasselbe Phänomen. Kaum ist die Stütze da, so wird sie auch schon landauf, landab in die Spielhallen der Nation getragen. Die florierende und immer weiter ausufernde Anzahl von Spielotheken macht es den Zockern einfach.

Mangelnde Kontrolle

Die Kontroversen rund um das leidige Thema „Spielhalle“ treffen auch hier zu. Zweifelsohne bietet die lockere Kontrolle bzw. der nicht vorhandene Spielerschutz ein enormes Potential für die Betreiber solcher Angebote. Gespielt werden kann nahezu rund um die Uhr, an mehreren Automaten gleichzeitig und mit beliebigen Einsätzen. Und wer einmal von der Spielsucht gepackt wird, hat es unter diesen Bedingungen auch nicht unbedingt einfacher.

Wer gar von Hartz 4 leben muss, den trifft es doppelt schwer. Denn zum einen lässt das knappe monatliche Budget auch so schon keine großen Sprünge zu. Zum anderen verlieren viele Hartzer ihre knapp 360€ meist schon auf einen Schlag. Freilich: Auch Gewinner gibt es in Spielos. Aber wer heute mit 100€ die Halle verlässt, kehrt meist innerhalb von wenigen Tagen wieder und verballert auch noch den letzten Cent.

Fazit: Beim staatlichen Lottomonopol, in Spielbanken, ja sogar in den meisten Online-Casinos kann der Spielerschutz heute effektiv geleistet werden. Doch Spielotheken sind noch immer frei von jeglichen Zwängen und stürzen viele Süchtige in den Abgrund. Mehr Kontrolle wäre dringend anzuraten!

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